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Presseinformation 7. April 2026: 35 Jahre Musikakademie Rheinsberg

Musikkultur Rheinsberg feiert 35 Jahre Landesakademie und 25 Jahre Bundesakademie

Im April 2026 begeht die Musikakademie Rheinsberg ein doppeltes Jubiläum: Seit 35 Jahren besteht sie als Landesakademie, seit 25 Jahren arbeitet sie zudem in ihrer heutigen Form als Bundesakademie. Als Teil der Musikkultur Rheinsberg gGmbH ist sie damit seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der kulturellen Infrastruktur Brandenburgs. Dabei zeigt ihre Entwicklung, wie sich kulturelle Bildung im ländlichen Raum strukturell verändert – und von dort aus zudem überregional wirkt.

Die Musikkultur Rheinsberg wirkt mit der Musikakademie Rheinsberg in den Bereichen kulturelle Teilhabe, Fortbildung und Nachwuchsförderung weit über den eigenen Standort hinaus und verbindet dabei künstlerische Praxis mit beruflicher Qualifizierung und kultureller Bildung. Zugleich wird in ihrer Arbeit auch jene demokratische Dimension kultureller Bildung sichtbar, die in Teilhabe, Zusammenarbeit und dem produktiven Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven liegt. Sie richtet sich an ein breites Spektrum von Zielgruppen – von engagierten Amateurinnen über Lehrkräfte bis hin zu professionellen Musiker*innen.

 Im Jubiläumsjahr 2026 rückt besonders das Musiktheater in den Mittelpunkt. Gerade hier zeigt sich exemplarisch, wie die Musikakademie Rheinsberg kulturelle Bildung, Professionalisierung und gesellschaftliche Teilhabe zusammenführt, und welche Impulse im Zusammenspiel mit den weiteren Geschäftsbereichen der Musikkultur Rheinsberg – Kammeroper, Schlosstheater und Künstlerhaus – entstehen. Das Jubiläumsjahr macht damit sichtbar, wie sehr sich die Akademie heute als Impulsgeberin für ein zeitgemäßes, partizipatives und strukturbildendes Musiktheater versteht.

Akademieleiter Felix Görg: „Seit 35 Jahren ist die Musikakademie – Landes- und Bundesakademie in Rheinsberg – ein Ort, von dem Impulse ausgehen: für Amateure, Ensembles, Lehrende und Multiplikator*innen – für alle, die Musik und Musiktheater in die Gesellschaft tragen. Hier wird ausprobiert, entwickelt und weitergegeben: in der Chorleiterausbildung, in der Qualifizierung von Lehrkräften, in der Arbeit mit jungen Menschen im Musiktheater. Wir stärken die Menschen, die die Kultur am Laufen halten.“

Wie sich dieses Selbstverständnis ganz konkret in der Praxis niederschlägt, zeigt sich 2026 in einer Reihe von Projekten und Programmen im Bereich des Musiktheaters: Mit Musiktheater 360° wird ein bundesweit einzigartiges Bildungs- und Präventionsprojekt umgesetzt. Ziel ist es, Jugendlichen in ländlichen und strukturschwachen Regionen Brandenburgs – insbesondere auch solchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf – durch Musiktheater neue Ausdrucks- und Lernräume zu eröffnen. Das Projekt fördert nicht nur künstlerische Kreativität, sondern auch soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit und Selbstvertrauen. 

Mit dem Projekt Theaterclub „Heimat Rheinsberg?“ sind Kinder und Jugendliche aus der Region eingeladen, gemeinsam mit professionellen Theaterpädagog*innen über mehrere Monate ein eigenes Musiktheaterstück rund um Identität und Heimat zu entwickeln.

Die Bundesakademie für junges Musiktheater (BAJMT) schafft Räume für künstlerische Praxis, Qualifizierung und Austausch für junge Menschen und Fachkräfte im Musiktheater: Mit einer jährlichen Musiktheaterproduktion für junge Erwachsene, digitalen Diskursformaten, Fachtagungen sowie Fortbildungen bündelt sie wichtige Impulse für ein partizipatives und zeitgemäßes Musiktheater.

Das Erasmus+-Forschungsprojekt Opera Bridge, eine Kooperation mit dem Opera Collective Ireland, untersucht, wie junge Opernsänger*innen beim Übergang von der Ausbildung in den europäischen Opernmarkt nachhaltig unterstützt werden können. Mit dem Geschäftsbereich Kammeroper Schloss Rheinsberg ist das Musiktheater bei der Musikkultur zudem unmittelbar mit künstlerischer Praxis auf professionellem Niveau verbunden: Als Internationales Festival junger Opernsänger*innen bietet sie jungen Sänger*innen eine Plattform für den Karrierestart.

Geschäftsführer Dirk H. Beenken: „Seit unserer Gründung sind wir ein Ort, an dem Kultur gemeinsam gelebt wird. Gerade heute wird immer deutlicher, dass Kultur mehr ist als ein Angebot zum Erleben und Konsumieren: Wer selbst singt, spielt, gestaltet, lernt und sich ausdrückt, nimmt nicht nur an Kultur teil, sondern trägt sie weiter in die Gesellschaft. Genau dafür stehen wir. Und genau deshalb sind wir heute, in einer Zeit großer Unsicherheit und wachsender Kürzungsdebatten, nicht weniger wichtig als zur Gründungszeit, sondern vielleicht sogar wichtiger denn je.“

Die gesamte Pressemitteilung gibt es hier.