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e-Magazin

Was passiert eigentlich in einer Musikakademie? Wer sind die Menschen, die hier musikalische Projekte durchführen oder an Kursen teilnehmen? Was treibt sie an und um? Was wird hier geprobt und erarbeitet?

Darüber lesen Sie in unserem e-Magazin und erfahren mehr über die Projekte und Kooperationen der Bundes und Landesakademie - Musikakademie Rheinsberg.

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OEIN Solistenensemble PHONIX16

Probenphase für außergewöhnliche musikalische Begegnung endet in Ungewissheit

Innerhalb eines Kooperationsprojektes der Musikakademie Rheinsberg mit MaerzMusik sollten 30 bolivianische Musiker*innen und das in Berlin ansässige Vokalensemble PHØNIX16 vom 10. bis 17. März miteinander für die Eröffnung der MaerzMusik 2020 in Rheinsberg proben.

Doch das sich ausbreitende Corona-Virus machte den jungen Orchestermitgliedern einen Strich durch die Rechnung. Erst wurde die MaerzMusik, eines der renommiertesten Festivals für Musik der Gegenwart, das am 20.3.2020 im Haus der Berliner Festspiele mit einer außergewöhnlichen musikalischen Begegnung eröffnet werden sollte, abgesagt. Anschließend der Rückflug in ihre Heimat storniert. Das Bolivianische Experimentalorchester für indigene Instrumente (OEIN) sitzt seitdem in der Musikakademie Rheinsberg fest und wartet auf Neuigkeiten bzgl. einer möglichen Heimreise.

Die Musiker*innen, die sich auf eine gemeinsame künstlerische Reise begeben wollten, die um den vielschichtigen Begriff „environment“ (Umgebung, Umwelt, Milieu) kreist – sozial, naturbezogen, politisch, philosophisch, akustisch und als künstlerische Form und Praxis – nutzt nun stattdessen die Quarantäne-Zeit in der zumindest idyllisch gelegenen Musikakademie Rheinsberg, um einige ihrer Werke auf CD aufzunehmen. Improvisation – musikalisch als auch im Umgang mit ihrer derzeitigen Situation – ist momentan ihr Gebot der Stunde.

Sommerakademie 2019: Musiktheater im Mikroformat - Ein Gedankenprotokoll

Wer mit Schüler*innen im Schulalltag ein Musical auf die Beine stellen möchte, sieht sich mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert – insbesondere, wenn das Musiktheaterstück selbst geschrieben, komponiert und konzipiert werden soll. Gerade in der schulischen Musiktheater-Arbeit sollten (angehende) Lehrkräfte dabei so selbstständig wie möglich agieren können, finden der Didaktik-Professor Thomas Erlach und Waltraud Mudrich, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bergischen Universität Wuppertal.

Im Rahmen der Sommerakademie 2019 „Jugendmusiktheater für Jugendliche in Didaktik und Reflexion“ an der Musikakademie Rheinsberg boten sie angehenden Pädagog*innen die Möglichkeit, innerhalb von wenigen Tagen selbst ein Musiktheater im Mikroformat zu entwickeln – und dabei jeden ihrer Schritte einer didaktischen Analyse zu unterziehen.

Die Gedanken der Teilnehmer*innen zu Intention und Vorgehen während des Rheinsberger Workshops sowie ihre Folgerungen für die Musikpädagogik können Sie hier nachlesen.

Musiktheater selbst entwickeln - Eine Konzeptvorstellung

Wenn Schüler*innen im Schulunterricht selbst komponieren, entwickeln sich ihre Arbeiten von selbst oft in Richtung Musiktheater. Der Grund?

Die Fantasie ist häufig von Filmen geprägt; sich eine Handlung und agierende Figuren vorzustellen, hilft ihnen bei der Ideenentwicklung. Matthias Schlothfeldt, Komponist und Professor für Musiktheorie mit Schwerpunkt Didaktik, Improvisation und Zeitgenössische Musik an der Folkwang Universität der Künste hat dies selbst erlebt. Deshalb liegt es nahe, Musiktheater in den Schulunterricht einzubringen, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen im schulischen und außerschulischen Unterricht musikalisches Theater zu entwickeln und aufzuführen. Die didaktische Ausbildung der Lehrkräfte dafür sei hingegen noch ausbaufähig.

Einen Beitrag dazu leistete die Sommerakademie 2019 „Jugendmusiktheater für Jugendliche in Didaktik und Reflexion“ an der Musikakademie Rheinsberg. Hier bekamen angehende Lehrkräfte die Möglichkeit, innerhalb weniger Tage ein Musiktheaterstück mit all seinen Bestandteilen zu konzipieren und ihr Vorgehen didaktisch zu reflektieren.

Wie Matthias Schlothfeldt und Frank Rohde, Leiter der Abteilung Schule von Schauspiel und Oper Köln, im Workshop vorgegangen sind und wie die Arbeit mit Schüler*innen aussehen könnte, erläutern sie im folgenden Paper.